der rote mond

mein körper mein stolz

schwillt an und ebbt ab

mit den gezeiten

auf und ab

hin und her

für und wider

immer wieder immerdar

ist alles eins und

doch nie dasselbe

wenn der rote mond kommt

oder der weiße mond geht

werde ich

mal zur mutter

mal zum mädchen

mal zur heilerin


feine haare ziehen sich

wie fibrige silberfäden über

die landkarte meines körpers

der sich in den himmel dreht

wie knisterndes lametta

auf weißem stein

ewig steige ich empor

und ewig sinke ich hinab

in die heimat der feuchten erde

die würzig warm mich ewig gebiert


und von maiglöckchen und indischem springkraut

kündet

im nächsten frühling

25.9.13 21:44

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