der rote mond

mein körper mein stolz

schwillt an und ebbt ab

mit den gezeiten

auf und ab

hin und her

für und wider

immer wieder immerdar

ist alles eins und

doch nie dasselbe

wenn der rote mond kommt

oder der weiße mond geht

werde ich

mal zur mutter

mal zum mädchen

mal zur heilerin


feine haare ziehen sich

wie fibrige silberfäden über

die landkarte meines körpers

der sich in den himmel dreht

wie knisterndes lametta

auf weißem stein

ewig steige ich empor

und ewig sinke ich hinab

in die heimat der feuchten erde

die würzig warm mich ewig gebiert


und von maiglöckchen und indischem springkraut

kündet

im nächsten frühling

25.9.13 21:44, kommentieren

Ich spüre den Puls, das Staunen, das Beben,

es leuchtet, es tanzt, es stampft in mir

Bin sprachlos, erregt, ergriffen,

voller Liebe

bis in die Wipfel der Träume

folge ich dir.

Dorthin wo das Leben groß ist und weit,

dorthin wo seit jeglicher Zeit

das ist, wovon wir nicht zu träumen wagten,

die Wunder, die wir aus Angst verjagten

warten da seit Anbeginn der Ewigkeit.

Und wir werden dort ankommen,

aufatmen, sagen: genug der Flunkerei,

genug der Kompromisse,

Schluss mit den Zweifeln,

ab heute sind wir frei.



21.9.12 14:28, kommentieren

das süße leben

sich treiben lassen

bonjour bonjour

ein crêpe und ein kaffee

das eine herrlich süß

das andere herrlich herb

ach was spielt das für eine rolle

nichts ist wirklich wichtig

und keiner nimmts mir übel

ich kann einfach glücklich sein

und wenn ich's nicht bin

dann ist das gleich

ich bin am meer

da ist ja immer noch das meer

voila c'est ça, ça marche

das meer...

bringt das glück und nimmt den schmerz

und bringt den schmerz und nimmt das glück

und immer so weiter und immer so fort

c'est ça c'est la vie

das ist das geheimnis des lebens

(s'il vous plaît, merci beaucoup).

21.12.11 14:34, kommentieren

Eins

Die Dinge passieren (uns),

und wir sind nur Ausdruck

des großen Ganzen,

sind nur das Medium,

durch das alles fließt,

durch das das Meer schwappt.

Sind nur eine Spielart

des ewig Einen,

nur eine Facette des Lichts.


Auch durch dich strömt das Meer,

erfüllt von Energie.

Erfüllst alles mit Wandel,

und bleibst doch stets gleich.

Alles ist der Klang des wogenden Lebens

- dadam dadam -

spürst du es auch?

Hörst du es auch,

es ist das Trommeln der Hingabe.

Alles passiert im selben Augenblick.

Du bist ich,

ich bin du.

Und wir erkennen die grenzenlose Schönheit der Welt

in einander Angesicht.


21.12.11 14:29, kommentieren

Die Entdeckung der Seele

Die Angst kommt

auf leisen Sohlen

einem Beben gleich,

einem Zittern,

einem Rascheln im Espenlaub

und lässt mich flüsternd glauben,

ohne Halt zu sein

und ohne Schranken.


So gern fliegen würd ich,

aber ich kann's nicht,

ohne ans Fallen zu denken.

So gern tief atmen würd ich,

aber ich kann's nicht,

ohne ans Sterben zu denken.


Aiaiai! Was fehlt mir die Luft

und die Freiheit.


Doch schaut nur her,

in meiner dunkelsten Stunde.

Ich werd' mir beides

zurückerobern,

denn beides ist mein Recht.

Denn ich bin die Unendliche und die Tausendäugige,

die Vielgesichtige und die Eine,

und dies ist erst der Anfang

meiner Selbst.


1 Kommentar 10.9.11 23:09, kommentieren

Eins

Ich wollte von der Liebe schreiben,

aber mir fehlen die Worte.


Ich wollte von dir schreiben,

aber du bist wie der Wind.


Wollte von mir schreiben,

aber ich bin wie die Wolken,

die du durcheinander wirbelst.


Ich werde weiterziehen und du wirst in andere Richtungen blasen.

Du wirst nie meins sein und ich nie deins.

Aber unser Himmel,

wird für immer der gleiche sein.

 

 

1 Kommentar 12.4.11 00:25, kommentieren

was ich manchmal

was ich manchmal nicht weiß:

ob ich einen liebe

oder viele

und ob das dann liebe ist

oder nicht

ob ich gehen soll oder bleiben

schreien oder schweigen

und ob ich die welt retten soll

oder nur mich selbst

bin ich nirgends wenn ich überall bin?

weiß ich eigentlich was ich will

und weiß es nur nicht

oder find es nur nicht

und hab es gar schon?

 

die suche geht weiter

die suche geht weiter

immer immer weiter

nach vorn

 

(danke an rosenstolz für diese letzten zeilen)

1 Kommentar 27.10.10 23:59, kommentieren